Deutschlands größtes LED-Seilleuchtenprojekt wird in Hagen umgesetzt

Hagen, 15.03.2012.

Stadt Hagen erhält Zuwendung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Nachdem die Phase des Prüfens, der Vergleiche und Tests von neuen LED-Seilleuchten für den Einsatz im Hagener Stadtgebiet Ende 2012 abgeschlossen wurde, geben der Wirtschaftsbetrieb Hagen, die Stadtbeleuchtung Hagen und Alliander Stadtlicht Rhein-Ruhr jetzt das Startsignal zur Umsetzung der vom BMU geförderten Maßnahme. Wie bereits Ende 2011 berichtet, wurde die neue LED-Technik für die Straßenbeleuchtung im direkten Vergleich vor Ort in einer Teststrecke mit mehreren Leuchtentypen ausprobiert und auf ihre Eignung hin untersucht. Letztendlich stellte sich eine Seilleuchte in dekorativ-klassischem Design mit einem Verbrauch von 52 Watt heraus, die bei Betrachtung eines gesamten Straßenzuges eine Reduzierung des Energiebedarfs von 60 % gegenüber dem Altbestand ermöglicht. Auch die übrigen Eigenschaften wurden im Vergleich gründlich geprüft und bei der ausgewählten Leuchte als optimal geeignet bewertet.

Die Maßnahme betrifft einen Altleuchtenbestand von insgesamt 1.381 Seilleuchten aus den siebziger Jahren, die mit zwei Leuchtstoffröhren zu je 36 Watt bestückt waren. Bereits in früheren Zeiten hatten die Stadtwerke davon bereits in jeder Leuchte eine der beiden Leuchtmittel außer Betrieb genommen, um Strom zu sparen. Somit gab es in den Straßen wie z. B. der Alexander Straße, Boeler Straße, Altenhagener Straße, Haldener Straße oder Selbecker- und Langestraße nur noch eine Sparbeleuchtung, die aber auch technisch abgängig, sehr reparaturanfällig und wenig effizient war. Mithilfe der Fördermittel i. H. von rund 160.000 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit werden diese Altleuchten im Rahmen des laufenden Erneuerungsprogramms der Stadtbeleuchtung Hagen nun alle ausgetauscht. Neu zum Einsatz kommen insgesamt nur noch 729 LED-Seilleuchten, die aufgrund ihrer optimierten Lichtverteilung in weitaus größeren Abständen über der Straße hängen, als die Altleuchten. Dabei wird die vorhandene Infrastruktur aus Seilanlagen mit Aufhängung unverändert beibehalten, lediglich die Leuchten werden ausgetauscht und neu angeordnet. Durch die eingesetzte Technik in den Leuchten wird das Licht genau auf die zu beleuchtende Fläche gelenkt wodurch z. B. unnötiges Streulicht an den Häuserfassaden nahezu eliminiert wird. Zusätzlich verfügen die neuen Leuchten über eine Dimmtechnik, mit deren Hilfe die Beleuchtungsstärke zu den verkehrsschwachen Zeiten ab 23.00 Uhr bis morgens um 5.00 Uhr auf die Hälfte der Leistung heruntergefahren werden kann. Das Licht ist dann immer noch gleichmäßig, nur das Niveau ist herabgesetzt.

Weitere Vorteile bestehen darin, dass die LED-Leuchtmittel eine Lebenserwartung von ca. 50.000 Brennstunden haben und somit ca. 12 Jahre funktionieren. Bei herkömmlichen Leuchten wird das Leuchtmittel alle 4 Jahre ausgetauscht. Insgesamt können pro Jahr rund 140.000 kWh bzw. 81.400 kg CO2 eingespart werden.

Das mit dem Betrieb der öffentlichen Straßenbeleuchtung beauftragte Unternehmen Alliander Stadtlicht Rhein-Ruhr wird mit dem Austausch der Leuchten in dieser Woche beginnen und wird mit den Arbeiten voraussichtlich im Herbst diesen Jahres zum Abschluss kommen. Sicherlich kann es aufgrund der Ausdehnung der Maßnahme über mehrere Straßen im Stadtgebiet zur ein oder anderen Verkehrsbehinderung kommen, weil vom Hubsteigerfahrzeug aus über der Fahrbahn montiert wird. Alliander bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und ist bemüht, die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmass zu beschränken.

Nach Abschluss des Austauschprogramms ist die Hagener Straßenbeleuchtung wieder einen großen Entwicklungsschritt weiter gekommen, weil sie in den Genuss der vielen Vorteile einer LED-Beleuchtung kommt und zusätzlich eine Verjüngung des Anlagenbestandes erreicht. Dadurch wird allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt eine in mehrfacher Hinsicht verbesserte Straßenbeleuchtung mit erhöhter Betriebssicherheit zugute kommen.